Der Most, im österreichischen Weingesetz auch Obstwein genannt, wird schon seit über 2000 Jahren getrunken. Kelten wie Römer kannten schon die gesundheitliche Wirkung des Mostes, auch im Mittelalter wurd der Most in vielen Liedern besungen.
Trotzdem galt das alkoholische Getränk lange als ein Getränk des einfachen Mannes. Seiner vielseitigen Verwendbarkeit und vor allem dem guten Geschmack hat der Most zu verdanken, dass er mittlerweile wieder Renaissance erlebt.
Die Mostherstellung
Ernte
Das Obst wird händisch von den Bäumen gepflückt, um eine Qualitätssteigerung zu erreichen. Die Weiterverarbeitung der Frucht erfolgt unmittelbar nach der Ernte
Zwischenlagerung
Die Äpfel und Birnen werden zwischen Ernte und Zerkleinerung bei niedriger Temperatur zwischengelagert, um den Geschmack und das Aroma noch weiter reifen zu lassen.
Reinigung
Die Äpfel und Birnen werden nach der Zwischenlagerung mit Trinkwasser von Unreinheiten befreit.
Zerkleinerung
Vor der Zerkleinerung wird das Pressobst gewaschen. Heutzutage wird das Obst in Schabemaschienen zerkleinert. Diese Maschinen arbeiten dabei schnell und genauer als das bei händischer Arbeit möglich wäre.
Pressen
Der Trester wird gleich gepresst damit kein Befall durch Mikroorganismen passieren kann. So wird die Qualität des Endproduktes gesteigert.
Vergärung
Die Gärung dauert etwa 4-6 Wochen bei konstanter Temperatur. Der Alkoholgehalt ist von der Reife der Früchte abhängig. Nach der Gärung wird der Most “abgezogen”, der Saft wird vom Trub getrennt. Dannach wird er filtriert (“geschönt”) und in Flaschen abgefüllt.
Lagern
Der fertige Apfelmost und Birnenmost soll kühl und dunkel gelagert werden damit er sein volles Aroma entwickeln kann.
Die Süßmostherstellung
Süßmost
Wird aus dem Pressvorgang nicht Most sondern Obstsaft gemacht, dann entfällt die Gärung. Der Saft, auch Süßmost bekannt, wird auf 75 °C erhitzt, pasteurisiert und in Flaschen oder wahlweise in Bag in Box abgefüllt.
